Erklärung
Presseerklärung vom 20. Mai 2009
Die von der CDU/SPD-Regierung angekündigten Änderungen des Waffenrechts begünstigen den nächsten Amoklauf mit einer Sportwaffe, weil sie ihn nicht erschweren. Diese Pseudo-Verschärfung des Waffenrechts ist ein Kniefall vor der Waffen- und Schützenlobby und eine Beruhigungspille fürs Volk. Amokläufe sind keine Naturkatastrophen, sondern menschliches Tun, das man zumindest erschweren kann. Niemand braucht tödliche Waffen für den Schießsport.
Es gibt keinen vernünftigen Grund, Mordwaffen als Spielzeug im Land zu verteilen und dann regelmäßig überrascht zu tun, wenn jemand solche Waffen zum Morden benutzt.
Die meisten Sportschützen sind wahrscheinlich nette Leute. Aber wenn es nur 0,01 Prozent amokgefährdete Sportschützen gibt, sind das in Deutschland 200. Die Frage, die unsere Gesellschaft beantworten muss, lautet: Sollen nur deshalb, weil alle paar Jahre ein Dutzend Schüler und Lehrer erschossen werden, zwei Millionen Sportschützen auf Mordwaffen verzichten müssen?
Wir bleiben dabei: Es gibt kein Menschenrecht auf Schießsport mit todbringenden Waffen. Das elementare Menschenrecht auf Leben ist unmittelbar geltendes Recht (Artikel 2 des Grundgesetzes). Wir werden diesen menschlichen Maßstab weiter verteidigen.
Wir bitten, jetzt unsere Bundestags-Petition „Keine Mordwaffen als Sportwaffen!“ zu unterzeichnen.